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1. Wie weise ich nach, dass ich ein regelmässiges Bewegungstraining durchgeführt habe?
Im Rahmen der Begutachtung durch den MDK muss den Angaben des Versicherten grundsätzlich geglaubt werden! Ein Tagebuch zu führen und jedes Training zu dokumentieren vereinfacht den Nachweis.


2. Ich habe eine körperliche Behinderung und kann keinen Sport betreiben, kann ich trotzdem eine Adipositasoperation duchführen lassen?
Grundsätzlich ja. Auch mit einer körperlichen Behinderung lässt sich noch immer ein Bewegungstraining (z.B. im Sitzen,..) durchführen.


3. Kann mir mein Psychotherapeut ein psychiatrisches Gutachten schreiben?
Normalerweise ja. Bitte fragen Sie ihn danach.

4. Meine durchgeführte Ernährungsberatung liegt schon einige Zeit zurück. Gilt diese trotzdem ?
Im Rahmen des multimodalen Therapiekonzeptes sollte die Beratung in den letzten zwei Jahren erfolgt sein.


5. Wie lange dauert es bis die Krankenkasse eine Kostenzusage ausspricht?
Wenn alle Unterlagen vollständig waren und die Krankenkasse oder der Medizinische Dienst keine Unterlagen nachfordern erhalten Sie die Antwort normalerweise innerhalb von etwa drei bis fünf Wochen.


6. Was kann ich tun, wenn mein Antrag abgelehnt wurde ?
Lassen Sie sich zuerst noch einmal in Ihrem Adipositaszentrum beraten. Überprüfen Sie nochmals ob alle Voraussetzungen erfüllt sind um dann einen begründeten Widerspruch einzulegen . In den meisten Fällen gelingt doch noch, eine Kostenzusage zu bekommen. Letztlich besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Operation als ”Selbstzahler” durchführen zu lassen.


7. Mein Body-Mass-Index ist über 60 kg/m². Gibt es da eine Ausnahmeregelung ?
Theoretisch ja. Bei einem BMI höher als 60 geht der Medizinische Dienst davon aus, dass unter der multimodalen Therapie keine nennenswerte Gewichtsreduktion mehr erreicht werden kann. In den allermeisten Fällen gelingt es hierbei, innerhalb 2–3 Monaten eine Kostenzusage zu erhalten ohne die MMK durchgeführt zu haben.


8. Wozu dient die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe?
Nur von bereits operierten Patienten kann man klare und ehrliche Antworten erwarten, aus diesem Grund sollten Sie unbedingt regelmässig eine SHG besuchen.
Ein persönliches Gespräch bzw die Teilnahme an einer SHG liefert mehr Informationen als jedes Internetforum.


9. Wie lange ist man im Krankenhaus?
Nach der Operation liegt der Aufenthalt im Durchschnitt bei drei bis sechs Tagen. Hierbei kommt es natürlich auf das individuelle Befinden des Patienten an.


10. Warum gibt es eine Diät vor der Operation?
Diese etwa 14-tägige Diät dient der Gewichtsreduktion von einigen Kilogramm, die vor allem zu einer Verkleinerung der Leber führen soll. Es gibt tatsächlich Untersuchungen, die eine solche Verkleinerung bei einer vorhandenen Fettleber gezeigt haben. Im wesentlichen ist es wichtig dass der Magen sehr gut entleert und möglichst auch der Darm leer ist. Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrer Ernährungsberatung.


11. Ist es sinnvoll, anderen Menschen von der geplanten Operation zu erzählen?
Nahestehende Angehörige (Lebenspartner,...) sollten von der Operation wissen, alle anderen werden es nach und nach mitbekommen.


12. Bin ich ein Risikopatient?
Die Risiken müssen individuell vom Adipositaschirurgen eingeschätzt werden.


13. Brauche ich vor der Operation ein aktuelles EKG?
In aller Regel reicht ein einige Tage zuvor durchgeführtes EKG aus.


14. Welche Voruntersuchungen werden vor der Operation im Krankenhaus gemacht?
Umfangreiche Labor-Untersuchungen, eine Magenspiegelung, EKG, im Einzelfall auch eine Lungenfunktionsuntersuchung. Weitere Untersuchungen können möglich sein nach dem persönlichen Risikoprofil.


15. Muss ich vor der Operation das Rauchen einstellen?
Keine Frage, Rauchen ist ungesund! Vor der geplanten Operation sollte man natürlich mit dem Rauchen aufhören. Damit werden die Gefahren einer Lungenembolie reduziert.
Wünschenswert wären bereits zwei Wochen vor der Operation.


16. Welche Komplikationen können während der Operation auftreten?
Wesentliche Komplikationen können wie bei jeder Operation Blutungen oder die Verletzung von Nachbarorganen sein, die grösste Sorge wäre eine Undichtigkeit der Operationsnähte. Solche Undichtigkeiten, fallen in der Regel 2-3 Tage nach dem Eingriff auf sind aber sehr selten und können einen langen Krankenhausaufenthalt nach sich ziehen.


17. Schmerzen nach der Operation?
Schmerzmittel anfordern! Schmerzen bestehen meist nur am ersten und zweiten Tag nach der OP. Sie erhalten im Normalfall Schmerzmedikamente in flüssiger Form (Infusion oder Tropfen)


18. Wundheilungsstörungen – Was kann passieren?
Wundheilungsstörungen nach Adipositasoperationen sind sehr selten (1 – 2%). Wenn eine Wundheilungsstörung auftritt, muss evtl. die Wunde eröffnet werden. Die Behandlung richtet sich nach den allgemeinen Richtlinien der offenen Wundbehandlung.


19. Wann darf man nach der OP erstmals etwas trinken?
Man darf grundsätzlich schon am Tage der Operation wieder trinken, sobald sie sich auf der Normalstation befinden. In manchen Fällen klappt dies allerdings nicht sofort, in diesem Fall einfach immer wieder probieren.


20. Ab wann darf ich wieder Kaffee trinken?
Nach 2–3 Tagen spricht nichts gegen einen dünnen Kaffee.


21. Ab wann darf ich nach dem Eingriff wieder rauchen?
Es sollte mindestens 2 Wochen nach OP auf die Zigarette verzichtet werden!


22. Warum darf ich nach der Operation feste Nahrung probieren?
Richten Sie sich hierbei bitte nach den Angaben Ihres Adipositaschirurgen.


23. Wieviel Liter muss ich nach der Operation täglich trinken?
Eine Flüssigkeitsmenge von ca. 1,5 bis 2 Liter  täglich sollten angestrebt werden.


24. Darf man nach der Operation auf dem Bauch schlafen?
Selbstverständlich dürfen Sie jede Position zum Schlafen einnehmen.


25. Wie viele Löcher werden bei einer Bauch-OP gemacht?
Bei der laparaskopischen OP-Technik werden in der Regel 4-5 Zugangswege benötigt.


26. Habe ich noch ein Hungergefühl nach der Operation?
Ja, der Magen wurde operiert nicht der Kopf!


27. Muss ich die Thrombose-Spritze auch noch zuhause weiter nehmen?
Die Heparingabe sollte noch etwa eine Woche durchgeführt werden.


28. Welche Komplikationen können nach der Operation auftreten?
Auch hier können Nachblutungen oder eine Undichtigkeit der Nähte auftreten. Ausserdem kann es zu Thrombosen oder Embolien kommen. Diese Komplikationen sind allerdings sehr selten.


29. Wie lange brauchen die äusseren Narben zum Verheilen?
Nach zehn bis zwölf Tagen können im Normalfall die Klammern vom Hausarzt entfernt werden. In seltenen Fällen können natürlich noch Wundheilungsstörungen auftreten, diese behandelt dann ihr Hausarzt. 


30. Wo bekomme ich die Krankschreibung? Klinik? Hausarzt?
Grundsätzlich ist die Klinik für die Dauer der stationären Behandlung für die Krankschreibung zuständig. Falls nach der Entlassung eine Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit erforderlich ist, wird diese vom Hausarzt ausgestellt.


31. Wie lange ist man krankgeschrieben?
Die Krankschreibung ist zunächst für die Dauer von einer Woche nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Danach kommt es darauf an wie das persönliche befinden ist und welcher beruf ausgeübt wird. Ein Bauarbeiter der sehr schwer tragen muss sollte länger krank geschrieben bleiben als eine Bürokraft.


32. Ab wann darf ich duschen und ab wann baden?
Geduscht werden darf am ersten Tag nach der Operation. Die Klammer-Pflaster halten einem kurzen Duschbad stand. Ein Vollbad sollte allerdings erst nach frühestens 14 Tage durchgeführt werden.


33. Wird kontrolliert, ob die Op-Nähte dicht sind?
Während der Operation wird dieses mehrfach geprüft. Eine Röntgen-Kontrolluntersuchung in den ersten Tagen (sog. „Schluck-Röntgen“) wird in der Regel nur durchgeführt wenn ein Problem ausgeschlossen werden muss.


34. Wann ist der operierte Magen wieder zusammengewachsen?
Innere Organe (Magen oder Darm) heilen genauso schnell wie eine Hautwunde. Hier werden ja üblicherweise nach sieben bis zehn Tagen die Nähte entfernt.


35. Können sich Klammern (Klammernaht) lösen?
Vereinzelte Klammern können sich am Anfang oder am Ende einer Klammenaht lösen und verbleiben in der direkten Umgebung. Sie werden dann vom Bindegewebe eingeschlossen, da diese sehr klein sind besteht hier keine Gefahr für eine Entzündung oder eine sonstige Reaktion.


36. Schlauchmagen oder Magenbypass und Schwangerschaft - Geht das ?
Grundsätzlich kann und darf man schwanger werden ,allerdings sollte man sich dazu wenn möglich erst nach der abgeschlossenen Gewichtsabnahme entscheiden.


37. Wie wirksam ist die Pille nach einer bariatrischen-Operation?
Im Normalfall wirkt die Pille, da aber aufgrund der OP auch hormonelle Veränderungen im Körper ablaufen können sollte das Wirkpotenzial vorab von einem Arzt abgeklärt werden.

 

Fortsetzung folgt... ;-)

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